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Kann ich Flaschenwasser in meiner Kaffeemaschine verwenden?

Können Sie — und viele Mineralwässer sind härter als Leitungswasser. Lesen Sie den Hydrogencarbonatwert, bevor Sie es für milder halten.

Ja, mit einem großen Vorbehalt: Flaschenwasser heißt nicht weiches Wasser. Mehrere beliebte Mineralwässer sind erheblich härter als das Leitungswasser der meisten Städte, und sie verkalken eine Maschine schneller, nicht langsamer.

Was Sie auf dem Etikett lesen

Zwei Zahlen zählen.

Hydrogencarbonat (HCO₃⁻), manchmal als Karbonathärte angegeben. Daraus entsteht Kalk. Weniger ist besser für die Maschine — unter etwa 50 mg/l ist entspannt.

Gesamtmineralisierung oder Trockenrückstand. Etwa 50 bis 150 mg/l sind ein vernünftiges Ziel. Sehr niedrige Werte bedeuten schlechte Extraktion.

Wässer, die mit ihrem Mineralgehalt werben, sind meist die falsche Wahl; Wässer, die als mineralarm oder „für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet“ beschrieben sind, liegen oft nahe am Ideal.

Das Kostenproblem

Eine Maschine, die zwei Liter pro Woche trinkt, kommt im Jahr auf rund hundert Liter. Zu Flaschenpreisen ist das eine spürbare Jahresrechnung und eine Menge Plastik — für ein Ergebnis, das ein Filter für dreißig Euro auch schafft.

Für eine Haushaltsmaschine ist gefiltertes Leitungswasser fast immer die bessere Antwort. Flaschenwasser lohnt sich, wenn Ihr Leitungswasser wirklich unbrauchbar ist — extrem hart, oder so stark gechlort, dass Filtern es nicht löst.

Was Sie nicht nehmen sollten

Destilliertes oder entionisiertes Wasser pur. Ohne Mineralien extrahiert der Kaffee schlecht und schmeckt hohl, und manche Maschinen mit Leitfähigkeitssensoren erkennen es nicht einmal.

Sprudelwasser. Offensichtlich — und es wird trotzdem gefragt.

Wenn Sie doch Flaschenwasser nehmen

Bleiben Sie bei einer Marke. Zwischen Wässern zu wechseln verändert die Extraktion, und es ist eine Variable mehr, wenn Sie herausfinden wollen, warum der Kaffee heute anders schmeckt.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Welche Flaschenwässer werden häufig empfohlen?

Statt Marken zu nennen, die sich von Land zu Land unterscheiden, lesen Sie das Etikett: wenig Hydrogencarbonat, Gesamtmineralisierung im Bereich 50 bis 150 mg/l. Diese Angabe finden Sie in jedem Markt.

Muss ich bei Flaschenwasser trotzdem entkalken?

Sofern der Hydrogencarbonatwert nicht sehr niedrig ist: ja. Kalk entsteht aus dem, was im Wasser steckt, nicht daraus, woher es kommt.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026