Sie können, und das Ergebnis wird schlecht — aus demselben Grund, aus dem eine Schlagmesser-Mühle schlecht ist: Nichts schneidet auf ein Maß.
Was passiert
Die Messer zerschlagen Bohnen, bis Sie abschalten. Manche Partikel werden viele Male getroffen und zu Staub, andere kaum und bleiben Brocken. Heraus kommt eine zufällige Verteilung, kein Mahlgut.
Staub überextrahiert fast sofort und wird bitter. Brocken extrahieren kaum und schmecken sauer. Beides landet in derselben Tasse, weshalb so gemahlener Kaffee matschig und rau schmeckt.
Wenn es heute keine Alternative gibt
Nehmen Sie einen nachsichtigen Kaffeebereiter. Vollimmersion — French Press oder AeroPress mit langer Ziehzeit — mittelt das Chaos besser aus als ein Handaufguss.
Im Intervall mahlen statt durchlaufen lassen, und den Behälter zwischendurch schütteln.
Sieben, wenn es sein muss. Ein Küchensieb holt den schlimmsten Staub heraus.
Grob zielen. Bei breiter Verteilung soll der Mittelwert eher grob liegen, damit die Feinanteile weniger überextrahieren.
Die ehrliche Empfehlung
Eine Handmühle für siebzig Euro verändert Ihren Kaffee stärker als jeder andere Kauf, die Maschine eingeschlossen. Wer im Mixer mahlt und gute Bohnen kauft, bezahlt für eine Qualität, die er danach zerstört.
Mörser und Stößel sind übrigens für den Espressokocher besser als ein Mixer — Zerdrücken erzeugt weniger Feinanteil als Zerschlagen.
Zuletzt geprüft: 9. August 2026