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Ist der Mahlgrad für den Espressokocher derselbe wie für Espresso?

Nein. Der Espressokocher will mittelfein — zwischen Espresso und Filter. Espressomahlgrad würgt ihn ab.

Espressokocher arbeiten mit 1 bis 2 Bar, nicht mit 9. Das Kaffeebett darf entsprechend weit weniger Widerstand leisten.

Die Einstellung

Mittelfein. Feiner als Filter, deutlich gröber als Espresso.

Ungefähr die Körnung von Tafelsalz, oder eine Spur feiner.

Was mit Espressomahlgrad passiert

Der Kocher würgt ab. Im Kessel baut sich Druck auf, der nirgends hin kann, und entweder kommt der Aufguss am Ende in einem heftigen Schwall oder das Sicherheitsventil bläst ab.

Beides ergibt keinen guten Kaffee, und das Sicherheitsventil wiederholt auszulösen, sollte keine Gewohnheit werden.

Was mit Filtermahlgrad passiert

Schwacher, schneller, dünner Kaffee. Das Wasser läuft durch, ohne viel herauszuholen.

Die anderen Regeln

Nicht tampern. Sieb füllen, mit dem Finger glattziehen, stehen lassen. Tampern hebt den Widerstand auf Espressoniveau und schafft dasselbe Problem.

Das Sieb ganz füllen, aber eben. Nicht gehäuft, nicht verdichtet.

Nach Ergebnis nachstellen

Läuft sehr schnell durch und schmeckt schwach — feiner mahlen. Spuckt, dauert ewig, oder das Ventil zischt — gröber mahlen. Ein gleichmäßiger Strom über 30 bis 60 Sekunden — richtig.

Fertig gemahlen

Kaffee, der in Italien als Mahlgrad für Moka oder Espresso verkauft wird, passt meist für den Espressokocher. Kaffee, den eine Spezialitätenrösterei als Espressomahlgrad für die Maschine mahlt, ist meist zu fein.

Prüfen Sie die Körnung, nicht das Etikett.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026