Ein FI-Schutzschalter löst aus, wenn Strom gegen Erde abfließt. Bei einer Kaffeemaschine heißt das: Wasser und Strom treffen sich an einer Stelle, an der sie sich nicht treffen sollten.
Die häufigen Ursachen
Feuchtigkeit im Heizelement. Elemente altern innen und lassen Feuchtigkeit ein, wodurch ein Kriechstrompfad entsteht. Das ist die häufigste Ursache, und sie wird schlimmer, nicht besser.
Kondenswasser nach Lagerung oder Transport. Eine Maschine, die aus der Kälte kommt oder monatelang stand, kann einmal auslösen und danach normal laufen, sobald sie trocken ist.
Wasser, wo keines hingehört — ein undichter Kessel, ein gerissener Schlauch, eine defekte Dichtung, die auf die Verkabelung tropft.
Ein defekter Thermostat oder eine defekte Thermosicherung.
Was zu tun ist
Nicht einfach zurücksetzen und weitermachen. Der FI-Schalter macht genau das, wofür er da ist.
Stecker ziehen und die Maschine 24 bis 48 Stunden trocken und warm stehen lassen. War es Kondenswasser, hört es auf.
Löst sie erneut aus, benutzen Sie die Maschine nicht weiter und lassen Sie sie prüfen. Ein undichtes Heizelement ist eine Stromschlaggefahr.
Sicher prüfen
Eine Elektrofachkraft kann den Isolationswiderstand zwischen Element und Erde messen. Das ist der eindeutige Test, und er ist an einem netzbetriebenen Gerät nichts für Heimwerker.
Der Stromkreis
Espressomaschinen ziehen 1.200 bis 1.500 W. Ein gemeinsamer Stromkreis mit Wasserkocher und Toaster kann den Leitungsschutzschalter durch Überlast auslösen — das ist ein anderer Fehler, und er zeigt sich nur, wenn mehrere Geräte gleichzeitig laufen.
Löst der FI-Schalter aus, während nur die Maschine läuft, ist es Kriechstrom und keine Überlast.
Die Regel
Überlast lässt sich organisieren. Kriechstrom heißt Werkstatt.
Zuletzt geprüft: 9. August 2026