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Mein Mahlgut sieht ungleichmäßig aus — ist das normal?

Eine gewisse Streuung ist unvermeidlich. Sichtbar große Brocken neben Staub bedeuten Schlagmesser oder stumpfes Mahlwerk.

Jede Mühle erzeugt eine Verteilung und nicht eine einzige Korngröße. Eine gewisse Streuung ist also zu erwarten.

Was normal ist

Wenn Sie mit einem Mahlwerk gemahlenen Kaffee genau ansehen, erkennen Sie eine Spanne um die Zielgröße herum, dazu sichtbare Feinanteile.

Feinanteile entstehen, weil die Bohne entlang ihrer Zellstruktur bricht, und keine Mühle vermeidet sie. Etwa 5 bis 15 % nach Anzahl sind typisch.

Was nicht normal ist

Deutliche Brocken — mehrfach so groß wie die Mehrheit der Partikel — neben Staub.

Das ist die Signatur von:

Einer Schlagmessermühle, die zerschlägt statt zu schneiden und es nicht besser kann.

Stumpfem oder beschädigtem Mahlwerk, das quetscht statt zu scheren.

Falsch ausgerichtetem Mahlwerk, bei dem der Spalt auf einer Seite weiter ist.

Der Marker-Test für die Ausrichtung

Färben Sie eine Mahlscheibe mit einem Marker ein, mahlen Sie kurz auf feiner Einstellung und sehen Sie nach. Gleichmäßiger Abrieb rundum heißt ausgerichtet; Abrieb nur auf einer Seite heißt, es muss unterlegt werden.

Das Auge stößt an Grenzen

Die Partikelverteilung misst man korrekt über Siebung oder Laserbeugung. Das Auge sieht das obere Ende der Verteilung und übersieht die Feinanteile vollständig.

Der Geschmack ist der bessere Test. Gleichzeitig sauer und bitter heißt ungleichmäßiges Mahlgut, unabhängig davon, wie es aussieht.

Der Siebtest

Mit günstigen Küchensieben trennen Sie eine Probe und sehen die Streuung. Kein Laborverfahren, aber aufschlussreich — besonders beim Vergleich zweier Mühlen.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026