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Wie mische ich Rezeptwasser für Kaffee?

Mit destilliertem oder Osmosewasser anfangen und ein abgemessenes Mineralkonzentrat zugeben. Nur so haben Sie es exakt in der Hand.

Rezeptwasser heißt: Sie bauen Ihr Brühwasser von Grund auf, statt Leitungswasser zu behandeln.

Warum

Reproduzierbarkeit. Leitungswasser schwankt nach Jahreszeit, Versorgung und Region. Gebautes Wasser ist jedes Mal identisch.

Genauigkeit. Sie treffen exakt das Mineralprofil, das Sie wollen, statt das, was der Filter zufällig entfernt hat.

Der Ablauf

Mit einem Nullwasser anfangen — destilliert oder aus Umkehrosmose, praktisch ohne gelöste Mineralien.

Eine abgemessene Mineraldosis zugeben. Entweder ein fertiges Tütchen für ein festes Volumen oder ein selbst angesetztes Konzentrat.

Die Zielwerte

Gesamthärte — 50 bis 175 ppm als CaCO₃ (2,8 bis 9,8 °dH), idealerweise um 70 bis 100 (4 bis 5,6 °dH). Karbonathärte — um 40 ppm, unter 70. Magnesium vor Kalzium, weil es die gewünschten Aromen löst und weniger Kalk bildet.

Fertige Tütchen

Third Wave Water, Lotus, Aquacode und andere. Ein Tütchen auf ein festes Volumen destilliertes Wasser.

Einfach, gleichmäßig und pro Liter teuer.

Selbst angesetzte Konzentrate

Bittersalz (Magnesiumsulfat) und Natron (Natriumhydrogencarbonat), getrennt in destilliertem Wasser als Stammlösungen angesetzt und dann nach Volumen dosiert.

Sehr günstig — und es braucht eine Waage mit 0,01 g Auflösung und etwas Sorgfalt.

Lohnt sich das

Für Filter, schwarz, mit guten Bohnen: ja. Der Unterschied ist größer als bei den meisten Geräteupgrades.

Für Milchgetränke: deutlich weniger.

Die Warnung

Niemals mit destilliertem Wasser allein brühen. Es extrahiert fast nichts und schmeckt hohl.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026