Die Cuccumella ist die neapolitanische Umdrehkanne: zwei Kammern, dazwischen ein Filtersieb, und ein Ausguss, der erst nach dem Wenden nach unten zeigt.
Die Methode
- Wasser in die Kammer ohne Ausguss, bis zum kleinen Loch in der Seitenwand.
- Filtersieb mit 7 g mittelfein gemahlenem Kaffee pro Tasse füllen. Nicht tampern; glatt streichen und verschließen.
- Zusammensetzen, die Kammer mit Ausguss nach oben, und erhitzen.
- Wenn Dampf aus dem kleinen Loch entweicht, vom Herd nehmen und umdrehen — an beiden Griffen und mit einem Tuch.
- Die Schwerkraft lässt das Wasser in vier bis fünf Minuten durch den Kaffee in die untere Kammer tropfen.
Warum das kein Espressokocher ist
Ein Espressokocher drückt das Wasser unter Druck durch das Kaffeemehl. Die Napoletana kocht das Wasser und lässt es dann schlicht durch die Schwerkraft durchtropfen — ganz ohne Druck.
Die Tasse liegt näher an einem starken Handaufguss als an Espresso: sauberer, weniger schwer, aromatischer, ohne die metallische Kante, die ein schlecht gefahrener Espressokocher haben kann.
Warum sie verschwand
1933 kam der Espressokocher: schneller, ohne Wenden, und näher an dem, was Italiener zu Hause vom Kaffee wollten. Die Napoletana wurde zum Erbstück.
Sie wird weiter gebaut, weiter verkauft und liefert weiter eine hervorragende Tasse.
Das Umdrehen
Der einzige heikle Moment. Beide Griffe, ein Tuch, und entschlossen über der Spüle.