Der Beitrag von Timor-Leste zum Weltkaffee ist enorm und meist unsichtbar: der Timor-Hybrid.
Der Hybrid
In den 1920er Jahren fand man auf Timor eine natürliche Kreuzung aus Arabica und Robusta. Sie trug die Rostresistenz des Robusta in einer Pflanze, die ansonsten arabicaartig war.
Über Generationen in Arabica zurückgekreuzt, entstanden daraus Catimor, Sarchimor, Castillo und die meisten weltweit gepflanzten rostresistenten Varietäten.
Ohne sie wären die Rostepidemien der letzten fünfzig Jahre weit schlimmer ausgefallen.
Das Profil
Süß und erdig, mittlerer Körper, moderate Säure — klarer als indonesischer nass geschälter Kaffee, mit einer deutlich krautigen Note.
Bio, ganz von selbst
Der meiste timoresische Kaffee wächst ohne Betriebsmittel, oft an halbwilden Bäumen, und ein großer Teil ist bio-zertifiziert.
Die Wirtschaft
Kaffee ist das größte Exportgut von Timor-Leste außerhalb des Ölsektors und trägt einen großen Teil der ländlichen Haushalte.
Zubereitung
Filter oder Immersion bei mittlerer Röstung.