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Gestufte oder stufenlose Mahlgradverstellung?

Stufenlos gibt unendliche Auflösung, gestuft gibt Wiederholbarkeit. Für Espresso gewinnt meist stufenlos.

Mühlen verstellen sich entweder in festen Rasten oder stufenlos.

Gestuft

Diskrete Klicks oder nummerierte Positionen.

Dafür: Sie kommen exakt zu einer bekannten Einstellung zurück. Rezepte zu teilen hat Sinn. Nichts verstellt sich von selbst.

Dagegen: Wenn die richtige Espressoeinstellung zwischen zwei Klicks liegt, können Sie sie nicht haben. Bei Mühlen mit groben Stufen ist das eine echte Einschränkung.

Stufenlos

Ein durchgehender Ring ohne Rasten.

Dafür: unendliche Auflösung. Sie landen immer genau da, wo der Kaffee es will.

Dagegen: Zurückfinden geht nur über Erinnerung oder eine selbst gesetzte Markierung. Manche verstellen sich durch Vibration. Wer zwischen Espresso und Filter wechselt, sucht die Espressoeinstellung jedes Mal neu.

Mikrogestuft

Der Kompromiss: sehr feine Rasten, oft 30 bis 100 pro Umdrehung. Fein genug für Espresso, wiederholbar genug zum Zurückfinden.

Viele gute Espressomühlen machen es so.

Was wofür zählt

Espresso — die Auflösung ist entscheidend. Stufenlos oder mikrogestuft.

Filter — gestuft reicht vollkommen, und die Wiederholbarkeit ist hier nützlicher.

Der Markierungstrick

Setzen Sie an einer stufenlosen Mühle eine Farb- oder Klebemarkierung auf Ring und Gehäuse. Das gibt Ihnen eine Referenz, ohne Auflösung aufzugeben.

Die ehrliche Anmerkung

Eine gestufte Mühle mit genug Stufen ist so gut wie eine stufenlose. Das Problem sind Mühlen mit zwölf Stufen über den gesamten Bereich — die sind für Espresso unbrauchbar, egal wie gut das Mahlwerk ist.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026