Jinotega liefert den Großteil des nicaraguanischen Kaffees, aus bergigem Gelände im Norden des Landes nahe der honduranischen Grenze.
Das Profil
Schokolade und Zitrus, mittlerer Körper, moderate Säure — ein mittelamerikanisches Profil, das zwischen der Tiefe Guatemalas und der Klarheit Costa Ricas liegt.
Maragogype
Nicaragua ist einer der wenigen Orte, an denen Maragogype noch in nennenswerter Menge wächst, die Typica-Mutation mit den Riesenbohnen. Die Erträge sind schlecht, die Bohnen sehen spektakulär aus, die Tasse ist mild und sanft.
Auch Pacamara — die Kreuzung aus Pacas und Maragogype — gedeiht hier gut.
Schatten und Artenvielfalt
Ein großer Teil des Kaffees in Jinotega wächst unter dichtem Schattendach. Das verlangsamt die Reifung und trägt eine erhebliche Artenvielfalt. Mehrere Reservate der Region sind für Zugvögel wichtig.
Genossenschaften
Nicaraguanischer Kaffee wird von kleinbäuerlichen Genossenschaften geprägt. Einige haben beeindruckende Qualitätsprogramme und direkte Handelsbeziehungen aufgebaut.
Zubereitung
Filter oder Espresso bei mittlerer Röstung. Leicht einzustellen und nachsichtig gegenüber einem unsauberen Aufguss.