Ein Mocha besteht aus Espresso, Schokolade und aufgeschäumter Milch — im Kern ein Latte mit Schokolade. Die Verhältnisse schwanken enorm, und einen Standard gibt es nicht.
Der Name ist ein Zufall
Mokha ist ein Hafen an der jemenitischen Rotmeerküste und war jahrhundertelang der wichtigste Ausfuhrort für den Kaffee der Welt. Dem Kaffee von dort schrieb man einen ausgeprägt schokoladigen Charakter zu, und der Name blieb an dieser Geschmacksnote hängen.
Das Getränk mit echter Schokolade kam sehr viel später und hat mit jemenitischem Kaffee nichts zu tun außer dem geborgten Wort. Jemenitischer Kaffee gehört übrigens bis heute zu den eigenwilligsten der Welt.
So wird er gut
Schmelzen Sie echte Schokolade im heißen Espresso, statt Kakaopulver in die Milch zu rühren. Zartbitter mit 60 bis 70 Prozent hält dem Kaffee die Waage; Vollmilchschokolade macht das Ganze sehr süß.
Fünfzehn bis fünfundzwanzig Gramm auf einen doppelten Bezug sind ein vernünftiger Ausgangspunkt.
Dann die Milch dazu, wie beim Latte texturiert und bei 60 bis 65 °C gestoppt.
Warum er oft enttäuscht
Zwei Gründe. Sirup statt Schokolade — süß, aber nicht schokoladig. Und zu viel Milch, sodass das Getränk weder nach Kaffee noch nach Schokolade schmeckt.
Nehmen Sie einen doppelten Bezug und weniger Milch. Der Kaffee muss noch da sein.
Varianten, die man kennen sollte
Ein Bicerin aus Turin schichtet Espresso, Trinkschokolade und Sahne ungerührt in ein kleines Glas — ein älteres und erheblich besseres Getränk als die meisten Mochas.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Ist ein Mocha nach jemenitischem Kaffee benannt?
Der Name stammt vom Hafen Mokha, historisch der wichtigste Ausfuhrort für jemenitischen Kaffee, dem ein schokoladiger Charakter zugeschrieben wurde. Das Getränk mit echter Schokolade darin ist eine viel spätere und davon unabhängige Erfindung.
Kakaopulver oder Schokolade?
Echte Schokolade, zuerst im Espresso geschmolzen, ergibt ein deutlich besseres Getränk als Kakaopulver, das in die Milch gerührt wird. Pulver klumpt gern und schmeckt kreidig.