Doi Chaang ist ein Berg in der Provinz Chiang Rai im Norden Thailands — und der Name des Kaffees, den die Bergvölker der Akha und Lisu dort anbauen.
Die Geschichte der Ersatzkultur
Kaffee kam ab den 1970er Jahren im Rahmen königlicher Projekte nach Nordthailand, die den Schlafmohnanbau ablösen sollten. Es hat funktioniert: Die Region liefert heute anerkannten Spezialitätenkaffee, und der Mohn ist weitgehend verschwunden.
Diese Geschichte ist der Grund, warum es thailändischen Kaffee überhaupt gibt.
Das Profil
Süß und nussig, mit milder Säure und klarem, mittlerem Körper — Karamell, Mandel, manchmal Steinobst. Zugänglich statt dramatisch.
Die Qualität ist stark gestiegen, weil die Aufbereitung besser wurde und die Anbauer vom Massenkaffee Catimor zu besseren Varietäten gewechselt sind.
Das Eigentumsmodell
Doi Chaang ist ungewöhnlich, weil die Bauerngemeinschaft einen erheblichen Anteil an der Firma hält, die den Kaffee international verkauft — statt ihn nur zu liefern. Diese Konstruktion ist selten und viel diskutiert.
Andere thailändische Regionen
Doi Tung, Doi Inthanon und Chiang Mai bauen ebenfalls Arabica an, auf derselben Grundlage der königlichen Projekte.
Zubereitung
Filter oder Espresso bei mittlerer Röstung. Süße und klares Profil machen ihn gutmütig und leicht einzustellen.