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Soll ich die Tasse vorwärmen?

Ja, vor allem bei Espresso und kleinen Milchgetränken. Eine kalte Keramiktasse zieht dem Getränk sofort mehrere Grad ab.

Ja — und der Effekt ist größer, als er klingt.

Die Physik

Keramik hat echte Wärmekapazität. Eine kalte Tasse von 200 g, die 36 g Espresso aufnimmt, zieht das Getränk binnen Sekunden um zehn Grad und mehr herunter — von rund 70 °C in der Tasse auf etwas deutlich Lauwarmes.

Je kleiner das Getränk im Verhältnis zur Tasse, desto schlimmer. Espresso leidet am stärksten; ein Latte mit 350 ml in einem vorgewärmten Becher merkt kaum etwas.

Wie Sie es machen

Espressomaschinen haben meist eine Tassenablage oben, die funktioniert — sofern die Tassen dort stehen und nicht erst beim Einschalten hinaufgestellt werden.

Sonst füllen Sie die Tasse während der Vorbereitung mit heißem Wasser und schütten es aus. Zehn Sekunden.

Nicht eine Tasse mit Wasser in der Mikrowelle erhitzen und den Kaffee auf den Rest gießen.

Wo es am meisten zählt

Espresso und Ristretto — kleines Volumen, hoher Wärmeverlust.

Flat White und Cortado — die Milch wurde sorgfältig bei 62 °C gestoppt, und eine kalte Tasse macht das sofort zunichte.

Nicht bei Filterkaffee im großen Becher, wo das Verhältnis von Getränk zu Tasse so groß ist, dass ein paar Grad unbemerkt bleiben.

Der verwandte Punkt

Espresso wird mit rund 65 bis 70 °C in der Tasse serviert, nicht kochend heiß. Wenn Ihr Espresso unangenehm heiß ist, läuft etwas zu warm.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026