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Welche Mineralien sollte ich dem Brühwasser zusetzen?

Magnesium zuerst, etwas Calcium und nur wenig Hydrogencarbonat. Magnesium löst genau die Aromen, die Sie wollen.

Wasser selbst zu bauen heißt, die Ionen auszuwählen. Sie erledigen verschiedene Aufgaben.

Magnesium — das wichtige

Extrahiert bevorzugt die Verbindungen, die für Frucht, Süße und aromatische Komplexität stehen.

Es ist der wirksamste Träger für die Aromen, die man tatsächlich will. Kaffeespezifische Wasserrezepte gewichten es entsprechend stark.

Zugesetzt als Magnesiumsulfat (Bittersalz) oder Magnesiumchlorid.

Calcium — zweitrangig

Extrahiert ebenfalls, weniger selektiv, und trägt eher zum Körper bei als zur Klarheit.

Es ist der Hauptverursacher von Kalk, weshalb maschinenfreundliche Rezepte es niedrig halten.

Zugesetzt als Calciumchlorid oder Calciumsulfat.

Hydrogencarbonat — wenig, aber bewusst

Etwas Karbonathärte ist nützlich. Sie puffert den Aufguss, verhindert, dass das Wasser so sauer wird, dass die Extraktion leidet, und schützt Maschinen vor Korrosion.

Wasser ganz ohne Karbonathärte greift Metall an und kann harte, überspitzte Tassen ergeben.

Zugesetzt als Natriumhydrogencarbonat, bei rund 40 ppm als CaCO₃ und nicht mehr.

Natrium — vermeiden

Trägt nichts zur Extraktion bei und bringt eine leichte Salzigkeit mit. Es kommt mit dem Natron mit, weshalb die Dosen klein bleiben.

Kalium — gelegentlich

Wird in manchen Rezepten als Alternative zu Natrium für die Karbonathärte genutzt.

Der praktische Weg

Fertige Beutelchen — dosiert für ein festes Volumen destilliertes Wasser. Einfach und gleichbleibend.

Eigene Konzentrate — Bittersalz und Natron als getrennte Stammlösungen, nach Volumen dosiert. Sehr günstig, braucht aber eine Waage mit 0,01 g Auflösung.

Die eine Regel

Brühen Sie niemals mit dem reinen destillierten Wasser allein.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026