Die Chemex nutzt ein Papier, das deutlich dicker ist als ein übliches Filterpapier. Das ändert alles.
Die Einstellung
Mittelgrob — gröber als beim V60, eher wie grober Sand.
Warum gröber
Das Chemex-Papier ist 20 bis 30 % schwerer als ein V60-Papier. Es bremst den Durchfluss schon von sich aus erheblich.
Kombinieren Sie ein dickes Papier mit feinem Mahlgrad, steht der Aufguss: fünf, sechs, acht Minuten — und das Ergebnis ist bitter und überextrahiert.
Die Zielzeit
4 bis 5 Minuten gesamt für 30 g Kaffee. Dauert es länger, gröber mahlen.
Was der dicke Filter Ihnen gibt
Außergewöhnliche Klarheit. Er hält mehr Öle und Feinanteile zurück als jedes andere gängige Papier und ergibt die sauberste Tasse im Filterbereich.
Manchen ist das zu sauber — dünn, teeartig, ohne Körper. Das ist der Kompromiss, und er passt besonders gut zu hellen, spritzigen Röstungen.
Das Spülen
Gründlich spülen mit heißem Wasser vor dem Aufguss. Chemex-Papiere sind dick genug, dass sie ungespült deutlich nach Pappe schmecken.
Nebenbei wärmt das das Glas vor, was mehrere Grad wert ist.
Ausrichtung des Filters
Die dreifach gefaltete Seite kommt an den Ausguss. Sie stützt das Papier und lässt einen Luftkanal frei, damit sich der Aufguss nicht festsaugt.
Das Verhältnis
Wie üblich 60 g pro Liter. In eine 6-Tassen-Chemex passen 30 bis 45 g Kaffee bequem.
Betthöhe
Die Chemex belohnt größere Mengen. Unter 20 g ist das Kaffeebett zu flach und channelt.
Zuletzt geprüft: 9. August 2026