Sambias Kaffee stammt überwiegend von großen Farmen auf dem Nordplateau nahe Kasama und Mpika, auf 1.300 bis 1.700 Metern.
Das Profil
Klar und hell: Zitrussäure, florale Kopfnoten, mittlerer Körper und ein süßer Abgang. Vom Charakter her näher an einem guten tansanischen oder malawischen Kaffee als an irgendetwas aus dem südlichen Afrika.
Farmen statt Kleinbauern
Ungewöhnlich für Afrika: Sambischer Kaffee wächst überwiegend auf größeren Farmen mit eigener Aufbereitung. Das gibt eine ungewöhnlich gute Kontrolle über Ernte und Waschung — und eine ungewöhnlich hohe Gleichmäßigkeit.
Es bedeutet aber auch, dass die Produktion in wenigen Händen liegt und anfällig ist, wenn einzelne Farmen ausfallen. Genau das ist passiert, und die sambischen Mengen haben stark geschwankt.
Warum man ihn selten sieht
Geringe Gesamtmenge, Binnenlage ohne Meerzugang und wenig Vermarktung. Sambische Partien erreichen europäische Specialty-Röstereien nur gelegentlich — und sind dann meist ihr Geld wert.
Die Sortenmischung
Bourbon und Java neben Catimor. Besonders die Java-Bestände steuern den floralen Charakter bei.
Zubereitung
Filter, helle bis mittlere Röstung, ein sauberer Kaffeebereiter. Behandeln Sie ihn wie einen Tansanier.