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Was ist die Partikelverteilung beim Mahlen?

Die Bandbreite der Partikelgrößen, die eine Mühle erzeugt. Nicht die mittlere Größe entscheidet, sondern die Gleichmäßigkeit.

Keine Mühle erzeugt eine einzige Partikelgröße. Sie erzeugt eine Verteilung — eine Bandbreite von Größen um einen Zielwert herum.

Warum die Bandbreite zählt

Die Extraktion hängt an der Oberfläche. Kleine Partikel extrahieren schnell, große langsam.

Eine breite Verteilung bedeutet: Feinanteile überextrahieren, während Brocken unterextrahieren — im selben Aufguss. Das schmeckt bitter und sauer zugleich, und keine Einstellung behebt es. Jede Einstellung ist für einen Teil des Kaffees falsch.

Eine enge Verteilung bedeutet, dass die meisten Partikel ähnlich schnell extrahieren. Die Tasse wird sauber.

Unimodal und bimodal

Die meisten Mühlen erzeugen eine bimodale Verteilung: einen Hauptgipfel bei der Zielgröße und einen zweiten, kleineren Gipfel aus sehr feinen Partikeln.

Diese Feinanteile entstehen, weil die Bohne entlang der Zellgrenzen bricht. Ganz vermeiden lassen sie sich nicht. Bessere Mühlen erzeugen weniger davon.

Eine wirklich unimodale Verteilung — ein Gipfel, keine Feinanteile — ist das Ziel, und nichts erreicht es vollständig.

Was das praktisch heißt

Schlagmesser-Mühlen erzeugen eine extrem breite Verteilung, weil sie zerschlagen statt zu schneiden. Deshalb taugen sie nicht für Espresso, und deshalb wird French-Press-Kaffee aus so einer Mühle trüb.

Mühlen mit echtem Mahlwerk schneiden auf einen eingestellten Spalt und liegen deutlich enger.

Bessere Mahlscheiben, bessere Ausrichtung, bessere Geometrie verengen die Verteilung weiter.

Warum das den Preis rechtfertigt

Das ist das ganze Argument für eine gute Mühle. Jede andere Variable — Dosis, Temperatur, Verhältnis — steuern Sie präzise und kostenlos. Die Partikelverteilung ist das Einzige, was nur Geld kauft.

Zuletzt geprüft: 9. August 2026