Einzeldosierung heißt: jede Dosis Bohnen einzeln abwiegen, statt den Bohnenbehälter gefüllt zu lassen. Manche Mühlen sind dafür gebaut, andere wehren sich dagegen.
Wenig Rückstand
Die entscheidende Anforderung. Wenn die Mühle 2 g zurückhält und Ihnen 2 g vom Kaffee von gestern ausgibt, hat die Einzeldosierung nichts gebracht.
Unter 0,5 g sollte eine Single-Dose-Mühle schaffen.
Ein kurzer, steiler Weg
Das Mahlgut soll vom Mahlwerk zum Auswurf geradlinig fallen — ohne waagerechte Strecken, Absätze oder Ecken, die es festhalten.
Lange, schräge Auswurfschächte sind der Feind.
Ein abnehmbarer oder kleiner Bohnenbehälter
Bohnenbehälter existieren, um die Bohnen mit ihrem Gewicht nachzuschieben. Bei der Einzeldosierung sollen die Bohnen rein und wieder raus, und ein großer leerer Behälter über dem Mahlwerk erzeugt nur Statik und Popcorning.
Viele Single-Dose-Mühlen kommen deshalb mit einem winzigen Einfülltrichter.
Blasebalg oder Rückblasung
Ein Luftstoß durch die Mahlkammer nach der Dosis drückt zurückgehaltenes Mahlgut heraus. Manche Mühlen bringen so etwas mit, andere lassen sich nachrüsten.
Was immer hilft
RDT — ein Tropfen Wasser auf die Bohnen. Killt die Statik und senkt Rückstand und Klumpenbildung deutlich.
Ein Dosierbecher aus Metall, der das Mahlgut auffängt und direkt in den Siebträger geht.
Popcorning
Mit wenigen Bohnen und ohne Gewicht darüber hüpfen die letzten Bohnen auf dem Mahlwerk, statt eingezogen zu werden.
Abhilfe schafft ein beschwertes Bohnenrohr — ein kleiner Metallzylinder, der auf den Bohnen sitzt — oder eine Mühle mit von Haus aus engem Einzug.
Zuletzt geprüft: 9. August 2026