Cold Drip — der Kyoto-Stil — leitet kaltes Wasser über drei bis acht Stunden Tropfen für Tropfen durch ein Kaffeebett, in einem hohen Turm mit Ventil.
Der Unterschied zu Cold Brew
Cold Brew ist Immersion: Das Kaffeemehl liegt 12 bis 24 Stunden im Wasser und wird danach gefiltert. Cold Drip ist Perkolation: Frisches Wasser läuft ununterbrochen durch das Bett und steht nie.
Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich. Cold Drip ist klarer, frischer und teeartiger, mit mehr erhaltener Säure. Cold Brew ist runder, schwerer und süßer, die Säure tritt zurück.
Keines ist besser. Es sind zwei verschiedene Getränke aus denselben Bohnen.
Die Methode
- 60 g mittelfein gemahlener Kaffee in die Kammer, glatt gestrichen. Je ein Papierfilter über und unter dem Bett.
- Das Bett gleichmäßig mit etwas Wasser anfeuchten und setzen lassen, bevor der Tropf startet.
- Das obere Gefäß mit kaltem Wasser und Eis füllen.
- Das Ventil auf ungefähr einen Tropfen pro Sekunde einstellen. Ein Liter braucht vier bis sechs Stunden.
Das Ventil ist die ganze Kunst
Zu schnell, und der Kaffee wird dünn und sauer. Zu langsam, und es dauert den ganzen Tag — im Gefäß kann er dabei abstehen.
Nach zehn Minuten nachsehen: Die Rate verschiebt sich, sobald der Wasserstand sinkt.
Nach der Zubereitung
Cold Drip wird im Kühlschrank besser, 24 bis 48 Stunden lang. Am zweiten Tag schmeckt er merklich runder.
Verschlossen und kalt lagern, innerhalb einer Woche trinken.
Die Ausrüstung
Türme sind teuer und schön. Die Zubereitung ist nicht schwieriger als Cold Brew — nur langsamer und aufmerksamer.