Ein Espresso Romano ist ein Espresso mit einem Streifen Zitronenschale, am Tassenrand abgerieben oder hineingegeben.
Der Name ist zweifelhaft
In Rom ist er kaum verbreitet, und Italiener halten ihn meist für eine amerikanische Erfindung oder eine Touristengewohnheit. Die Herkunft ist wirklich unklar.
Eine plausible Erklärung führt ihn auf Zeiten zurück, in denen die Kaffeequalität schlecht war und Zitrone die Fehler überdeckte — kein schmeichelhafter Ursprung.
Warum es trotzdem funktioniert
Die Säuren im Kaffee sind überwiegend Zitronen- und Apfelsäure, also dieselbe Familie wie die Zitrone. Zitrus verstärkt hier, statt zu kollidieren.
Am besten passt ein heller, fruchtiger Espresso; bei einem dunklen, schokoladigen geht es schief — dort kämpft die Zitrone gegen die Röstung.
Die verwandten Getränke
Mazagran aus Portugal und Algerien ist kalter Kaffee mit Zitrone und älter. Espresso Tonic ist die moderne nordische Fassung desselben Gedankens.
Zubereitung
Einen normalen Espresso beziehen. Einen Streifen Zitronenschale abschneiden, über der Oberfläche verdrehen, um die Öle freizusetzen, und am Rand abreiben. Hineingeben oder weglassen.