Geisha — korrekt Gesha — ist eine Varietät, die in den 1930er-Jahren im Gori-Gesha-Wald im Südwesten Äthiopiens gesammelt, über Forschungsstationen verteilt und siebzig Jahre lang weitgehend ignoriert wurde: Sie trägt schlecht und wächst sperrig.
Der Moment 2004
Die Hacienda La Esmeralda in Boquete, Panama, hatte Geisha auf einem hohen, kühlen Abschnitt stehen, von dem niemand viel erwartete. Getrennt aufbereitet und 2004 beim Wettbewerb Best of Panama eingereicht, lag sie weit über allem anderen und erzielte einen Rekordpreis.
Seither steigen die Preise. Einzelne Lots haben bei Auktionen über tausend Dollar pro Pfund erreicht.
Wie er schmeckt
Intensiv floral und teeartig: Jasmin, Bergamotte, Orangenblüte, Pfirsich, mit zartem Körper und langem, klarem Abgang. Der Vergleich mit Earl Grey fällt ständig, weil er zutrifft.
Im besten Fall schmeckt er überhaupt nicht nach dem, was die meisten unter Kaffee verstehen.
Warum er teuer ist
Niedriger Ertrag. Geisha-Bäume liefern auf derselben Fläche deutlich weniger als Caturra oder Catuaí.
Anspruchsvoll im Anbau. Er braucht Höhe und bestimmte Bedingungen, um das Profil überhaupt zu zeigen — tief gewachsener Geisha schmeckt gewöhnlich.
Riesige Nachfrage bei winzigem Angebot, dazu der Ruf des Namens.
Der ehrliche Vorbehalt
Der Name verkauft inzwischen von allein. Ein großer Teil des Geisha am Markt wächst unter ungeeigneten Bedingungen oder ist schlecht geröstet und schmeckt nach mäßig gutem Kaffee zu einem außergewöhnlichen Preis.
Zubereitung
Filter, sehr helle Röstung, sauberer Kaffeebereiter. Fein mahlen, heiß brühen und gutes Wasser nehmen — bei diesem Preis lohnt es sich, jede andere Variable auszuschalten.