Kona ist ein Streifen an den Westhängen von Hualālai und Mauna Loa auf Hawaiis Big Island, etwa dreißig Kilometer lang und ein paar Kilometer breit. Es ist eine der kleinsten berühmten Herkünfte im Kaffee und die am häufigsten nachgeahmte.
Warum Kaffee dort wächst
Die Höhe ist für Spezialitätenkaffee niedrig — 150 bis 900 Meter —, was normalerweise schnelle Reifung und unauffälligen Kaffee bedeutet. Kona gleicht das mit einem ungewöhnlichen Tagesmuster aus: sonnige Vormittage, nachmittags Wolken, die die Bäume in den heißesten Stunden beschatten, und milde Nächte.
Diese Nachmittagswolken leisten, was anderswo die Höhe leistet. Dazu junger Vulkanboden und verlässlicher Regen — Bedingungen, die niemand entworfen hat.
Das Profil
Weich, süß, mittlerer Körper und auffällig säurearm: Milchschokolade, brauner Zucker, Nüsse, manchmal eine sanfte florale Note. Ein bequemer, milder Kaffee statt eines fordernden — was einen Großteil seines Reizes ausmacht.
Das Fälschungsproblem
Kona erzielt sehr hohe Preise, die Gesamtmenge ist winzig, also wird der Name permanent missbraucht. Hawaii erlaubt die Bezeichnung „Kona Blend” schon bei zehn Prozent echtem Kona, und das Ergebnis hat mit dem Original wenig zu tun.
Prozesse um falsch etikettierten Kona laufen seit Jahren.
Achten Sie auf „100 % Kona” und einen Farmnamen. Alles andere ist nicht das, was Sie zu kaufen glauben.
Zubereitung
Mittlere Röstung, Filter oder eine sanfte Immersion. Konas Stärke ist die Weichheit, und aggressive Extraktion oder eine sehr helle Röstung arbeiten dagegen. Eine Filterkaffeemaschine oder eine AeroPress passen besser als ein anspruchsvoller Kegel.