Sidra kommt aus Ecuador und hat sich rasch unter qualitätsorientierten Produzenten in Kolumbien und darüber hinaus verbreitet.
Die umstrittene Abstammung
Meist beschrieben als Kreuzung aus Bourbon und Typica, entwickelt auf einer ecuadorianischen Finca. Genetische Untersuchungen haben das nicht abschließend geklärt, und manche Analysen legen eine nähere Verwandtschaft zu äthiopischem Material nahe.
Diese Unsicherheit gehört erwähnt, denn Sidra wird zu Preisen verkauft, die etwas Besonderes voraussetzen.
Das Profil
Intensiv blumig und tropisch: Jasmin, Bergamotte, Maracuja, Litschi, dazu ein seidiger Körper und ein sehr langer Nachhall. Im besten Fall ist das tatsächlich Geisha-Territorium.
Dafür braucht die Varietät sehr große Höhe. Tiefer angebaut ist sie angenehm und unauffällig — dieselbe Geschichte wie bei Geisha.
Wo sie wächst
Vor allem Ecuador, dazu bedeutende und wachsende Anpflanzungen in Kolumbien, besonders bei Produzenten, die experimentell aufbereiten.
Der Wettbewerbszirkus
Sidra-Lots haben bei internationalen Wettbewerben sehr weit vorne gelegen, oft anaerob aufbereitet. Das wirft die immer gleiche Frage auf: Wie viel von der Tasse ist Varietät, wie viel Fermentation?
Preis
Hoch und weiter steigend, getrieben von derselben Dynamik, die Geisha nach oben gedrückt hat.
Zubereitung
Filter, sehr helle Röstung, sauberer Kaffeebereiter, gutes Wasser. Bei diesem Preis lohnt es sich, jede andere Variable auszuschalten.