Robusta ist Coffea canephora, eine eigene Art neben Arabica, und macht rund vierzig Prozent der Weltproduktion aus.
Was anders ist
Koffein: etwa doppelt so viel wie Arabica, 2,2 bis 2,7 Prozent des Gewichts.
Robustheit: verträgt Hitze, niedrige Lagen und Krankheiten deutlich besser. Rost ist für ihn weitgehend kein Thema.
Ertrag: erheblich höher.
Tasse: traditionell härter, bitterer, in niedrigen Qualitäten holzig oder gummiartig, mit weit weniger aromatischer Komplexität. Er erzeugt außerdem spürbar mehr Crema.
Wo er bewusst eingesetzt wird
Traditionelle italienische Espressomischungen enthalten 10 bis 20 Prozent Robusta für Crema und Körper — eine handwerkliche Entscheidung, keine Sparmaßnahme. Der vietnamesische Kaffee baut vollständig darauf auf.
Feiner Robusta
Eine echte Bewegung. Sorgfältig angebauter, gewaschener Robusta aus großer Höhe, aus Indien, Uganda und anderswo, ist süß und schokoladig statt hart — und einen Versuch wert.
Das Klimaargument
Je stärker das Anbaugebiet für Arabica schrumpft, desto wichtiger wird Robustas Toleranz mit jedem Jahrzehnt.
Zubereitung
Espresso oder eine kräftige Immersion in mitteldunkler Röstung.